12. November bis 23. Dezember 2010

Bruce Wrighton «At Home»

«Bruce Wrightons Werk entstand in einem überschaubaren Areal, der Innenstadt von Binghamton, New York, und in einigen benachbarten Städten. Dafür blieb ihm nur eine relative kurze Zeitspanne, da er 1988 im Alter von 38 Jahren starb.

Dennoch schuf er ein Porträt eines Ortes und einer Zeit sowie einer Klasse in Amerika, das einen historischen Moment viel lebendiger und anschaulicher werden lässt als jedes Geschichtsbuch. Der Schauplatz zeigt sich schon früh in den Fotografien von Straßen, Diners, Hotels und Lagerräumen,doch am entschiedensten gibt er sich in den Porträts der Leute zu erkennen. Wrightons Modelle findet man heute in jeder kleinen Stadt, und dies im Jahre 2010 vielleicht um so mehr als noch in den 1970er Jahren, denn heutzutage haben viele Städte ihre großen Arbeitgeber verloren und die Last der Wirtschaftskrise wiegt schwerer.

Wrighton hat also eine kleine Geschichte mit großer Wirkung abgelichtet, eine Geschichte, die zwei Leben hat, eine im Widerhall unserer Zeit und eine in bleibenden Bildern. Die Fotografie, das Leben und die Geschichte leisten einander überall Gesellschaft.»

Vicky Goldberg

Bruce Wrighton «At Home» - Ausstellung - Collage - Berlin 2010

29. April 2010 bis 23. Juni 2010

Sex and Crime

1998 wurde der Song «Männer sind Schweine» der deutschen Pop-Gruppe «Die Ärzte» auf vielen Radiosendern rauf und runter gespielt. Ein Lied dessen fragwürdiger Humor in seiner überspitzten Akzentuierung das Verhältnis von Frauen und Männern thematisiert. Auch nach weiteren 12 Jahren sind die Mann/Frau Beziehungen nicht konfliktfreier geworden.

Keine andere westliche Gesellschaft neben den USA pflegt bis heute einen so extremen – und je nach Landesteil – heterogenen Umgang mit den Themen Gewalt und Sexualität. Das Recht auf privaten Waffenbesitz, zahllose überfüllte Gefängnisse, unverhüllte Brutalität in zahlreichen Bereichen des Alltags. Einerseits die größte Pornoindustrie der Welt, andererseits der bigotte Puritanismus religiöser Ultras.

In der Gegenüberstellung von anonymen Pin-up Fotos der 50er bis 70er Jahre mit «Mug-Shots» (Fotos aus Verbrecherkarteien) aus den 30er bis 60ern der USA machen wir den Versuch – mit einem Schmunzeln – das Lied der Ärzte visuell umzusetzen.

Neben dem ihnen eigenen fotografischen Reiz vermitteln die Aufnahmen ein Bild der Zeit und den Umgang des größten Landes der westlichen Hemisphäre mit den beiden Dauerthemen des menschlichen Zusammenlebens: Gewalt und Sexualität.

Sex and Crime - Ausstellung - Collage - Berlin 2010

25. Februar 2010 bis 25. April 2010

Focus Japan

Mit «Focus Japan» beginnen wir das Jahr 2010 die Ausstellungsreihe mit japanischer Fotografie.

Anfang macht ein Querschnitt durch unsere Sammlung, neben aquarellierten Albuminen aus dem 19. Jahrhundert – in der Zeit vorwiegend für Reisende aus dem Westen angefertigt –, zeigen wir Beispiele aus den für die japanische Fotografie wichtigen 60/70er Jahren sowie einige Arbeiten der jüngeren Generation. Unter anderem zu sehen: Rinko Kawauchi, Ruji Miyamoto, Ikko Narahara, Koji Onaka, Toshio Shibata und Issei Suda.

Neben den Original-Abzügen finden Sie eine große Auswahl japanischer Fotobücher. Da es in Japan im Gegensatz zu den USA und Europa nach wie vor nur wenige Galerien und öffentliche Institute gibt, die Foto-Ausstellungen ausrichten, hat das Fotobuch in Japan eine besondere Bedeutung für die Wahrnehmung der Fotografie. Die zumeist seriell angelegten Arbeiten sind immer wieder von Beginn an als Fotobuch gedacht. Wie Film-Sequenzen zeigen Fotobücher die verschiedensten Facetten des japanischen Lebens.

Junge Fotografen/innen wie z.B. Rinko Kawauchi haben mit Anfang Dreißig bereits ein dutzend Publikationen vorzuweisen. Sie stehen damit in der Tradition der heute weit über die Grenzen hinaus bekannten Altmeister wie Nobuyoshi Araki, Daido Moriyama oder Eikoh Hosoe, die vor Beginn ihrer Internationalen Karriere – meist im Eigenverlag – ihre Arbeiten in Büchern publizierten, und damit entscheidend zur Bedeutung und Wertschätzung japanischer Fotografie beitrugen.

Fokus Japan - Ausstellung - Collage - Berlin 2010

10. November 2009 bis Ende Dezember 2009

Seit fast sechs Jahrzehnten macht Ray K. Metzker in unspektakulärer Manier außergewöhnliche Fotografien. Heute wird er zu den großen Meistern der amerikanischen Fotografie gezählt, er gilt als Virtuose, der den Möglichkeiten des einmal gewählten Mediums voller Leidenschaft nachgeht.

Zur Ausstellung erscheint aus unserem Verlag das Buch «AutoMagic».

Ray K. Metzker - Schwarz-Weiß-Fotografie - 6Ray K. Metzker - Schwarz-Weiß-Fotografie - 4Ray K. Metzker - Schwarz-Weiß-Fotografie - 1Ray K. MetzkerRay K. Metzker - Schwarz-Weiß-Fotografie - 3Ray K. Metzker - Schwarz-Weiß-Fotografie - 5

22. September 2009 bis October 2009

Die LAURENCE MILLER GALLERY, NEW YORK zeigte ihr Programm mit Arbeiten der Künstler Bruce Wrighton, Ray Metzker, David Graham, Helen Levitt

Bruce Wrighton, Ray Metzker, David Graham, Helen Levitt

Frühling/Sommer 2009

Ausstellung zum Buch von Frauke Eigen »SHOKU«

Bruce Wrighton, Ray Metzker, David Graham, Helen Levitt